Liebe Mitglieder und Freunde des Altenburgvereins!
Im Alter von 80 Jahren verstarb am 03.07.2026 unser langjähriger Schatzmeister Peter Geier.
Über die Rytterschaft zum Goldenen Federkiel trat er in den Verein ein und übernahm 1988 die Aufgaben des Schatzmeisters in der Vorstandschaft. Mehr als drei Jahrzehnte prägte er den Verein mit. Durch seine offene, empathische und fröhliche Art konnte er schnell Verbindungen zu anderen Menschen aufbauen und diese für den Verein gewinnen. In seiner Amtszeit wurde die Generalsanierung „Altenburg 2000“ auf den Weg gebracht und hier über drei Millionen Euro in die Sanierung der Burg investiert. Diese Mittel setzten sich aus Zuschüssen, Spenden und Eigenmitteln zusammen. Viele Stunden wurden hier von ihm zusätzlich zum „normalen Kassengeschäft“ investiert. Für sein großes Engagement bekam er neben der Heimatmedaille des Altenburgvereins auch die Bamberger Bürgernadel 2019 verliehen. Der Altenburgverein wird Peter Geier in bester Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Peter Geier (rechts) zusammen mit Monika Hohlmeier und Günter Höly beim 200 jährigen Vereinsjubiläum.
Am Karsamstag, den 04. April 2026, verstarb unser langjähriger Burgbaumeister und Ehrenmitglied Paul Einwag im Alter von 85 Jahren.
Von 1997 bis 2022 war er ein stolzes Vierteljahrhundert lang Burgbaumeister des höchsten Wahrzeichens der Stadt, der Altenburg. Für Paul Einwag als gelerntem Tiefbauingenieur hatte die Instandhaltung der Altenburg höchste Priorität. Ein Bauwerk wie die Altenburg bedeutet jedoch auch eine Daueraufgabe, um die sich Paul Einwag mit viel Herzblut und Engagement kümmerte. Er führte die Burg als ihr Baumeister durch herausfordernde Zeiten. In seiner Amtszeit erfuhr die Burg maßgebliche Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise die kostenintensive wie auch aufwändige Sanierung der einsturzgefährdeten Wehrmauer. Seiner „zweiten Heimat“ stattete er über 1000 Besuche ab und blieb ihr auch nach seiner aktiven Zeit stets verbunden.
Ende letzten Jahres präsentierte die Brauerei Greifenklau ihren neu aufgelegten “Poldi-Bock” auf der Bamberger Altenburg. Sie erinnerte damit zum einen an den letzten Burgbären namens Poldi, der bis 1982 auf der Altenburg lebte, gleichzeitig aber auch an die frühere Bamberger Bärenbräu.
Die ehemalige Brauerei Bärenbräu hatte ihren Ursprung in der Langen Straße und zog 1899 auf den Jakobsberg. Nach der Fusion mit der Brauerei “Eckenbüttner” 1906 hatte die Großbrauerei einen jährlichen Bierausstoß von 35.000 Hektolitern. Dadurch entstand eine neue Aktiengesellschaft mit der Bezeichnung “Bären- und Eckenbüttnerbräu AG”. Die fusionierte Brauerei wurde 1919 von der riesigen Bamberger Hofbräu AG übernommen und ging später mit ihr unter. Immerhin haben ein paar Rezepte überlebt - die nun im Hause Greifenklau wiederbelebt werden. “Wir hatten mal die Idee, eine zweite Marke aufzumachen. Und die alte Marke Bärenbräu war frei”, berichtet Braumeister Sigmund Brockard aus der Greifenklau. In der traditionsreichen Bamberger Mälzerei Weyermann fand sich sogar noch ein Originalrezept für das Bockbier - so entstand dann der “Poldi-Bock”.
Die Eintrittsgelder aus dem Bockbieranstich rundete die Familie Brockard jetzt auf 1499 Euro auf und übergab in dieser Höhe eine Spende an den Altenburgverein, dem Eigentümer der Burg. Der Betrag hat eine symbolträchtige Bedeutung, erinnert er doch an das Gründungsjahr der Bärenbräu im Jahr 1499.
Der 1. Vorsitzende des Altenburgvereins, Peter Neller, nahm den Spendenscheck von den Geschwistern Sigmund Brockard und Ulrike Göller dankend entgegen. “Wir können gar nicht genug Geld in den Erhalt dieses Bamberger Wahrzeichens investieren,” so Neller, und deshalb sind wir für jedes event, das Bürgerinnen und Bürger auf die Burg bringt und noch dazu der Finanzierung des Unterhalts der Burg beiträgt sehr dankbar.
Spendenübergabe von Sigmund Brockard und Ulrike Göller an Peter Neller, 1. Vorsitzende des Altenburgvereins.
